Wolf Dog Die Rasse

Die Rasse

„Natürlich kann man ohne Hund leben

... es lohnt sich nur nicht.“

 Heinz Rühmann

 

Der Marxdorfer Wolfshund stammt – wie der Name schon sagt - aus dem kleinen Dörfchen Marxdorf. Die Rasse ist aus einer Kreuzung aus einem Saarloos Wolfshund und einem weissen Schäferhund hervorgegangen und ähnelt in Ihrem Erscheinungsbild nicht nur dem eines Wolfes, sondern zeigt auch einige wolfsartige Verhaltensweisen.

 

Generell macht sich das Wolfserbe bei allen Wolfshundearten durch Scheu, Fluchttendenz und aggressives Verhalten bei Unterschreitung der Fluchtdistanz bemerkbar. Wenn die Welpen jedoch früh sozialisiert werden und von Anfang an mit Menschen im Kreise der Familie aufwachsen – ist diese Rasse im Sozialverhalten sehr sicher.

 

 

Dennoch ist es eher kein Anfängerhund, da die Rasse einen erfahrenen Hundefreund benötigt, der sowohl sich in Wolfs- und Hundeverhalten auskennt, den Hund vielfältig fördern kann, Zeit mitbringt und natürlich auch Interesse hat, den Bewegungsdrang des Tieres sportlich zu unterstützen.

 

Die MWH sind starke und ausdauernde Hunde, die Ihre Energie gern bei langen Spaziergängen, im Hundesport, beim Fahrradfahren oder im Spiel mit dem Menschen und auch anderen Hunden auslassen möchten.

 

Junge Hunde sind meist sehr stürmisch und können durch Ihre Neugier und den Lernwillen in dem Alter bereits sehr gut gefordert werden. Wir möchten in diesem Zusammenhang jedoch auf darauf hinweisen, dass das ausgeprägte Rudelverhalten in diesem Alter auf jeden Fall erzieherisch angegangen werden muss! Ein MWH wird nicht gern von seinen Bezugspersonen getrennt und im schlimmsten Fall kann er seinen Frust auch schon einmal an Ihrer Wohnungseinrichtung auslassen.

 

Da der MWH erst mit 3 Jahren psychische Reife erlangt haben Sie desweiteren mit mehreren pubertären Phasen zu rechnen. Eine konsequente Erziehung ist notwendig um die ständigen Versuche einen höheren Rang im Rudel zu erhalten zu unterbinden. Die schlauen Tiere können Beziehungsstrukturen und eventuelle Hierarchien in der Familie schnell durchschauen und versuchen diese zu ihren Zwecken zu nutzen. Besonders Rüden können mit männlichen Familienmitgliedern die ein oder andere Meinungsverschiedenheit in Sachen Dominanz haben, wobei dies ausschliesslich in Form von manipulativen psychologischen Tricks vonseiten des Hundes geschieht.

 

Jedoch sollte ein charaktervoller MWH auch ein gewisses Mass an Eigenständigkeit  zugesprochen bekommen, auf keinen Fall darf man Ihn gängeln, zwanghaft unterdrücken, maßregeln oder gar die Hand gegen ihn erheben. Eine sanfte, aber psychologisch konsequente Erziehung ermöglicht ihm sich zu entfalten.

 

Ein Wolfshund der in seinem Herrchen einen ruhigen, bestimmten und Sicherheit ausstrahlenden „Rudelführer“ entdeckt wird für diesen bedingungslos alles tun, denn dies entspricht dem Wolfsnaturell und bedeutet für den Hund Fürsorge, Schutz und Leitung.

 

Wolfshunde sind hochintelligent, ihre Sinne sind schärfer und das Reaktionsvermögen ist im allgemeinen ebenfalls schneller als das eines gewöhnlichen Hundes. Dinge die ihm jedoch sinnlos oder unangenehm erscheinen kann er mit einer überraschenden Fülle an Tricks verweigern. Daher ist der Arbeitswille für einen anspruchsvollen Einsatz, wie z.B. als Therapie-, Schutz-, Fährten- oder Schlittenhund auch als zu unausgeglichen zu bezeichnen. Die Hunde sind Allrounder aber keine Spezialisten!

 

Der MWH bellt so gut wie nie, da er ein viel breiteres Spektrum an Ausdrucksmitteln hat und bellen für ihn in manchen Situationen unnatürlich wäre -  manche Wolfshunde heulen dafür aber umso ausdrucksstärker, wenn man beispielsweise das Haus verlässt und das Rudel getrennt ist.

 

Die aussergewöhnliche Intelligenz, die stark hervorgehobene Körpersprache und das loyale Wesen machen diese Hunde zu ganz besonderen Partnern in Ihrem Leben!